Andrew W. Lo
Finanzökonom und Vordenker der Adaptive-Markets-Hypothese
Definition:
Andrew W. Lo ist ein US-amerikanischer Finanzökonom und Professor an der MIT Sloan School of Management. Er ist dort Charles E. and Susan T. Harris Professor und leitet das MIT Laboratory for Financial Engineering. Bekannt wurde er vor allem durch seine Arbeiten zu Finanzmärkten, Verhaltensmustern von Investoren und zur Verbindung von klassischer Finanztheorie mit evolutionärem Denken.
Formel:
Keine feste Formel, aber sein Ansatz lässt sich vereinfacht so zusammenfassen:
Märkte passen sich an veränderte Bedingungen an = Adaptive Markets
Beispiel:
Andrew W. Lo ist besonders mit der Adaptive Markets Hypothesis verbunden. Die Grundidee dahinter ist, dass Märkte nicht immer vollständig effizient oder immer irrational sind, sondern sich laufend an neue Umstände, Wettbewerb und das Verhalten der Marktteilnehmer anpassen. Damit bietet sein Ansatz eine Brücke zwischen effizienter Markttheorie und Behavioral Finance.
Merksatz:
Andrew W. Lo steht für die Idee, dass Finanzmärkte nicht statisch sind, sondern sich ständig weiterentwickeln und anpassen.
Häufiges Missverständniss:
Oft wird gedacht, Andrew W. Lo habe die klassische Finanztheorie einfach widerlegt. Tatsächlich versucht er eher, sie zu erweitern: Sein Ansatz zeigt, dass Marktverhalten je nach Umfeld, Wettbewerb und Lernprozessen unterschiedlich ausfallen kann.