Over-the-Counter (OTC)
Handel außerhalb einer geregelten Börse, direkt zwischen zwei Parteien
Definition:
OTC bezeichnet den Handel mit Wertpapieren, Derivaten oder anderen Finanzinstrumenten, der nicht über eine zentrale Börse, sondern direkt zwischen zwei Vertragsparteien (z. B. Bank und Investor) abgewickelt wird. Preis, Menge und Konditionen werden individuell ausgehandelt.
Formel:
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Beispiel:
Eine Bank verkauft einem institutionellen Investor einen maßgeschneiderten Zinsswap direkt – ohne Börsenbeteiligung.
Laufzeit, Nominalbetrag und Fixzins werden bilateral vereinbart.
Das Geschäft ist flexibel, trägt aber das Ausfallrisiko der Gegenpartei (Kontrahentenrisiko).
Merksatz:
OTC-Geschäfte bieten maximale Flexibilität, aber keine zentrale Clearingstelle – Transparenz und Sicherheit liegen in der Verantwortung der Vertragsparteien.
Häufiges Missverständniss:
OTC bedeutet nicht unreguliert. Seit der Finanzkrise 2008 unterliegen viele OTC-Derivate der Meldepflicht (z. B. EMIR in der EU) und müssen teilweise über zentrale Gegenparteien (CCPs) gecleert werden.