Zertifikat
Strukturiertes Wertpapier mit definierter Auszahlungsstruktur
Definition:
Ein Zertifikat ist ein strukturiertes Finanzprodukt, das von einer Bank oder einem Emittenten herausgegeben wird. Es verbrieft ein Recht auf Rückzahlung, das sich nach einem definierten Referenzwert richtet – zum Beispiel einem Aktienindex, einem Rohstoff oder einer Anlagestrategie. Zertifikate sind keine Aktien oder Fonds, sondern Schuldverschreibungen des Emittenten.
Formel:
Auszahlung = Wertentwicklung des Basiswerts × Nennwert (je nach Produktstruktur)
Beispiel:
Ein Index-Zertifikat auf den DAX steigt um 20 %, wenn der DAX selbst um 20 % steigt. Der Anleger partizipiert 1:1 an der Entwicklung – ohne Dividenden zu erhalten, die der Index ggf. enthält.
wikifolio-Zertifikat: Investoren kaufen ein Zertifikat, das die Wertentwicklung eines wikifolios 1:1 abbildet. Dieses Zertifikat ist zu 90 % durch hinterlegte Wertpapiere besichert, die von einem unabhängigen Treuhänder verwahrt werden – und damit vor einer Insolvenz des Emittenten geschützt.
Merksatz:
Ein Zertifikat ist immer so gut wie sein Emittent – deshalb ist die Besicherung entscheidend. Beim wikifolio-Zertifikat schützt ein unabhängiger Treuhänder das eingesetzte Kapital zu 90 %.
Häufiges Missverständniss:
Viele Anleger verwechseln Zertifikate mit Fonds. Im Gegensatz zu einem Investmentfonds ist ein Zertifikat rechtlich eine Inhaberschuldverschreibung: Geht der Emittent pleite, droht im schlimmsten Fall ein Totalverlust – sofern keine Besicherung besteht. Die Treuhänder-Besicherung bei wikifolio-Zertifikaten reduziert dieses Risiko erheblich.