Optionsschein
Verbriefte Option mit Emittentenrisiko
Definition:
Ein Optionsschein ist ein von einer Bank oder einem Finanzinstitut ausgegebenes Wertpapier, das dem Anleger das Recht gibt, einen Basiswert zu einem bestimmten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Im Gegensatz zu Optionen sind Optionsscheine nicht standardisiert und beinhalten ein Emittentenrisiko.
Formel:
Gewinn/Verlust ≈ (Marktpreis – Basispreis) × Bezugsverhältnis – Kaufpreis
Beispiel:
Ein Investor kauft einen Call-Optionsschein auf eine Aktie mit einem Basispreis von 100 €. Steigt der Kurs auf 120 €, steigt auch der Wert des Optionsscheins, wodurch ein Gewinn möglich ist.
Merksatz:
Optionsscheine sind börsengehandelte Rechte mit Emittentenrisiko.
Häufiges Missverständniss:
Viele setzen Optionsscheine mit Optionen gleich. Tatsächlich unterscheiden sie sich in Standardisierung, Handel und Risiko – insbesondere durch das zusätzliche Emittentenrisiko.