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Daniel Kahneman

Psychologe und Nobelpreisträger, der unser Verständnis von Entscheidungen unter Unsicherheit grundlegend verändert hat

Definition:

Daniel Kahneman war ein israelisch-US-amerikanischer Psychologe, der die Verhaltensökonomie maßgeblich geprägt hat. Gemeinsam mit Amos Tversky zeigte er, dass Menschen unter Unsicherheit oft nicht streng rational entscheiden, sondern von Heuristiken, Denkfehlern und Verlustaversion beeinflusst werden. Für die Verbindung psychologischer Forschung mit der Wirtschaftswissenschaft erhielt er 2002 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Kahneman starb am 27. März 2024.

Formel:

Keine feste Formel, aber sein Forschungsansatz lässt sich so zusammenfassen:
Psychologie + Entscheidungen unter Unsicherheit = Behavioral Finance und Prospect Theory

Beispiel:

Kahnemans Forschung hilft zu erklären, warum Anleger Verluste oft stärker empfinden als gleich hohe Gewinne. Deshalb verkaufen viele Investoren Gewinner zu früh und halten Verlierer zu lange. Genau solche Verhaltensmuster stehen im Zentrum der Prospect Theory.

Merksatz:

Daniel Kahneman zeigte, dass Menschen an den Finanzmärkten nicht immer rational handeln, sondern systematischen Denkfehlern folgen.

Häufiges Missverständniss:

Oft wird gedacht, Kahneman habe einfach nur bewiesen, dass Menschen irrational sind. Tatsächlich zeigte er differenzierter, dass Entscheidungen oft vorhersehbaren Mustern folgen und deshalb systematisch untersucht werden können.

Verwandte Begriffe:

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