Rückkaufprogramme (Share Buybacks)
Wenn Unternehmen eigene Aktien vom Markt zurückkaufen
Definition:
Rückkaufprogramme, auch Share Buybacks genannt, bedeuten, dass ein Unternehmen eigene Aktien zurückkauft. Dadurch sinkt die Zahl der frei handelbaren Aktien am Markt. Solche Programme werden oft genutzt, um überschüssiges Kapital an Aktionäre zurückzugeben, den Gewinn je Aktie zu steigern oder ein Signal zu senden, dass das Management die eigene Aktie für attraktiv bewertet.
Formel:
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Beispiel:
Ein Unternehmen erzielt einen Jahresgewinn von 100 Millionen Euro und hat 50 Millionen Aktien ausstehen. Der Gewinn je Aktie liegt dann bei 2 Euro. Kauft das Unternehmen 10 Millionen Aktien zurück, verteilt sich derselbe Gewinn nur noch auf 40 Millionen Aktien. Der Gewinn je Aktie steigt dadurch auf 2,50 Euro.
Merksatz:
Bei Rückkaufprogrammen kauft ein Unternehmen eigene Aktien zurück und verringert so die Aktienzahl am Markt.
Häufiges Missverständniss:
Oft wird gedacht, Rückkäufe seien immer positiv für Aktionäre. Tatsächlich hängt ihr Nutzen davon ab, ob das Unternehmen finanziell stark ist und die Aktien zu einem vernünftigen Preis zurückkauft.