Replikationsmethode
Art und Weise, wie ein ETF seinen Index nachbildet
Definition:
Die Replikationsmethode beschreibt, wie ein ETF die Wertentwicklung eines zugrunde liegenden Index nachbildet. Dabei unterscheidet man vor allem zwischen physischer (direkter) und synthetischer (indirekter) Replikation.
Formel:
-
Beispiel:
Ein ETF auf den MSCI World kann den Index physisch nachbilden, indem er die enthaltenen Aktien direkt kauft.
Alternativ kann er synthetisch über Derivate (z. B. Swaps) die Indexrendite abbilden.
→ Beide Methoden verfolgen das gleiche Ziel: die Indexentwicklung möglichst genau zu erreichen.
Merksatz:
Die Replikationsmethode zeigt, WIE ein ETF den Index abbildet – nicht WIE gut.
Häufiges Missverständniss:
Synthetische ETFs sind nicht automatisch riskanter oder schlechter.
Beide Methoden haben Vor- und Nachteile – entscheidend ist die Qualität der Umsetzung und die Genauigkeit der Indexnachbildung.