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Risikofreier Zinssatz

Die theoretische Rendite einer Anlage ohne Ausfallrisiko

Definition:

Der risikofreie Zinssatz ist der Zinssatz, den ein Anleger theoretisch ohne Risiko erzielen kann. In der Finanztheorie dient er als Vergleichsmaßstab, um die Attraktivität anderer Investments zu bewerten. In der Praxis werden dafür häufig kurzfristige Staatsanleihen sehr bonitätsstarker Staaten als Näherung verwendet.

Formel:

Erwartete Rendite = risikofreier Zinssatz + Risikoprämie

Beispiel:

Wenn kurzfristige Staatsanleihen eines sehr kreditwürdigen Landes 2 Prozent Rendite bieten, kann dieser Wert als Näherung für den risikofreien Zinssatz dienen. Erzielt eine Aktie erwartungsgemäß 8 Prozent Rendite, beträgt die Risikoprämie gegenüber dem risikofreien Zinssatz 6 Prozentpunkte.

Merksatz:

Der risikofreie Zinssatz ist die theoretische Mindestverzinsung, die ein Anleger ohne Risiko erwarten kann.

Häufiges Missverständniss:

Oft wird gedacht, es gebe in der Realität wirklich vollkommen risikofreie Anlagen. Tatsächlich ist der risikofreie Zinssatz eher ein theoretisches Konzept, da auch sehr sichere Staatsanleihen noch gewisse Risiken wie Inflation oder Zinsänderungen mit sich bringen.

Verwandte Begriffe:

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