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Robert J. Shiller

Nobelpreisträger und Finanzökonom, der Behavioral Finance und spekulative Übertreibungen populär gemacht hat

Definition:

Robert J. Shiller ist ein US-amerikanischer Ökonom und Finanzforscher. Er ist Sterling Professor Emeritus of Economics an der Yale University und Professor of Finance an der Yale School of Management. International bekannt wurde er durch seine Arbeiten zu spekulativen Blasen, Behavioral Finance und zur langfristigen Bewertung von Aktienmärkten.

Formel:

Keine feste Standardformel, aber sein Ansatz lässt sich so zusammenfassen:
Marktpsychologie + Erwartungen + langfristige Bewertung = besseres Verständnis von Finanzmärkten
Shiller ist außerdem eng mit dem CAPE Ratio verbunden, also dem inflationsbereinigten KGV über zehn Jahre.

Beispiel:

Robert Shiller wurde besonders durch sein Buch Irrational Exuberance bekannt, in dem er vor spekulativen Übertreibungen an den Finanzmärkten warnte. Seine Forschung half dabei zu zeigen, dass Aktienkurse und andere Vermögenspreise nicht nur von Fundamentaldaten, sondern auch stark von Erwartungen, Stimmungen und gesellschaftlichen Erzählungen beeinflusst werden.

Merksatz:

Robert J. Shiller steht für die Idee, dass Finanzmärkte nicht nur rational, sondern auch psychologisch geprägt sind.

Häufiges Missverständniss:

Oft wird gedacht, Shiller habe die klassische Finanztheorie einfach widerlegt. Tatsächlich hat er sie vor allem erweitert, indem er gezeigt hat, dass Marktpreise in der Realität stärker schwanken können, als es rein rationale Modelle erwarten lassen. 2013 erhielt er gemeinsam mit Eugene F. Fama und Lars Peter Hansen den Nobelpreis für ihre empirische Analyse von Vermögenspreisen.

Verwandte Begriffe:

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