Zinsänderungsrisiko
Das Risiko, dass sich der Wert einer Anlage durch veränderte Marktzinsen bewegt
Definition:
Das Zinsänderungsrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich der Kurswert einer festverzinslichen Anlage durch steigende oder fallende Zinsen verändert. Besonders relevant ist dieses Risiko bei Anleihen. Steigen die Marktzinsen, verlieren bereits ausgegebene Anleihen mit niedrigerem Kupon oft an Wert. Fallen die Zinsen, können bestehende Anleihen dagegen an Kurs gewinnen.
Formel:
Vereinfacht gilt:
Steigende Zinsen = fallende Anleihekurse
Fallende Zinsen = steigende Anleihekurse
Beispiel:
Ein Anleger hält eine Anleihe mit einem festen Zinssatz von 2 Prozent. Steigen die Marktzinsen später auf 4 Prozent, wird diese Anleihe unattraktiver, weil neue Anleihen mehr Zinsen bieten. Ihr Kurs fällt daher meist am Markt.
Merksatz:
Je stärker sich die Zinsen verändern, desto stärker können sich Anleihekurse bewegen.
Häufiges Missverständniss:
Oft wird gedacht, Anleihen seien immer völlig sicher. Tatsächlich kann ihr Marktwert durch Zinsänderungen deutlich schwanken, auch wenn der Emittent am Ende weiterhin zuverlässig zurückzahlt.